Internet, wenn keine Leitung bis zum Haus reicht

Am Ortsrand, im Aussiedlerhof oder in der Straße, die beim Ausbau übersprungen wurde: Dort bleibt ein Anschluss ohne Kabel im Boden. Vier Wege gibt es, und sie unterscheiden sich weniger im Tempo als in dem, was sie kosten und wie verlässlich sie laufen.

Router-Tarife für LTE und 5G

Die große Zahl ist das Monatsmittel über 24 Monate: Preisstufen, Anschlusspreis, Versand und ein einmaliger Gerätepreis zusammengerechnet. Das Datenvolumen steht dabei, wo der Anbieter eines nennt.

Satellit

Satellitenanbieter verkaufen nur selbst, einen Button gibt es hier deshalb nicht. Der Gerätepreis ist im Monatsmittel nicht enthalten, weil ihn der Katalog nicht führt.

AnbieterTarifTempoMonatlich
satConnectsatConnect Flat S20 MBit/s↑ 229,90 €mtl.
Starlink100 Mbps100 MBit/s↑ 1035,00 €mtl.
satConnectsatConnect Flat M50 MBit/s↑ 439,90 €mtl.
satConnectsatConnect Flat L75 MBit/s↑ 649,90 €mtl.
Starlink200 Mbps200 MBit/s↑ 1055,00 €mtl.
StarlinkMax400 MBit/s↑ 1075,00 €mtl.

Stand der Tarife: 24.9.2026, ohne Gewähr. Jeder Button ist ein Werbelink.

Welcher Weg zu deiner Adresse passt

Erst die Netzkarte. Jeder Mobilfunkanbieter zeigt auf seiner Seite, wie gut LTE und 5G an einer Adresse ankommen, und zwar getrennt für draußen und drinnen. Steht dort für drinnen nur ein schwacher Wert, hilft ein Router am Fenster oder eine Außenantenne.

Dann die Nutzung. Für Mails, Nachrichten und gelegentliches Streaming reicht ein Tarif mit Volumen. Wer täglich im Homeoffice sitzt oder Filme in hoher Auflösung schaut, braucht einen Tarif ohne Drosselung. Die kosten mehr, aber ein gedrosselter Anschluss ab dem zwanzigsten des Monats ist keiner.

Richtfunk lohnt sich, wo ein Anbieter ihn im Ort meldet: Er läuft wie eine Leitung, mit fester Antwortzeit und ohne Volumen. Auf jeder Ortsseite steht, ob es einen gibt.

Satellit bleibt, wenn nichts davon geht. In 300 Orten liegt die 5G-Abdeckung laut Mobilfunkdaten unter 50 %, dort ist er öfter die bessere Wahl als ein Router mit schwachem Signal.

So beantragst du die Mindestversorgung

  1. Mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur festhalten, was an deiner Adresse ankommt.
  2. Bei den Anbietern im Ort nachfragen, auch nach Funk und Satellit. Auch diese Wege zählen, wenn sie die Werte schaffen.
  3. Den Antrag bei der Bundesnetzagentur stellen, mit Adresse und Messprotokoll.
  4. Sie prüft, ob an der Adresse ein Anschluss zu einem erschwinglichen Preis zu haben ist. Wenn nicht, kann sie einen Anbieter dazu verpflichten.

Maßgeblich sind 15 MBit/s im Download, 5 MBit/s im Upload und 150 Millisekunden Antwortzeit, gültig seit dem 1. Januar 2025.

Häufige Fragen

Was ist die günstigste Alternative zu DSL auf dem Land?

Meist ein Router fürs Handynetz. Der günstigste im Katalog ist derzeit Homespot & Go S von congstar mit 22,21 € im Monatsmittel über 24 Monate. Ob er an deiner Adresse trägt, zeigt die Netzkarte des Anbieters.

Ist ein LTE-Router so gut wie ein Festnetzanschluss?

Beim Tempo oft ja, bei der Antwortzeit und der Verlässlichkeit nicht. Das Netz teilen sich alle in der Funkzelle, abends wird es langsamer, und viele Tarife drosseln ab einem Volumen. Für Videokonferenzen reicht es meistens, für Onlinespiele selten.

Wer hat Anspruch auf schnelles Internet?

Jeder Haushalt hat Anspruch auf eine Mindestversorgung von 15 MBit/s im Download, 5 MBit/s im Upload und höchstens 150 Millisekunden Antwortzeit. Den Antrag stellst du bei der Bundesnetzagentur. Sie kann einen Anbieter verpflichten, wenn an der Adresse kein erschwinglicher Anschluss zu haben ist.

Lohnt sich Starlink in Deutschland?

Dort, wo weder Leitung noch Handynetz reichen, ja. Die Antwortzeit liegt nahe an DSL, das Tempo meist darüber. Dafür kaufst du die Schüssel selbst und zahlst mehr im Monat als für einen Festnetzanschluss mit ähnlichem Tempo.

Was ist Richtfunk, und wo gibt es ihn?

Richtfunk bringt das Internet per Funk von einem Mast zu einer kleinen Antenne am Haus. Angeboten wird er von regionalen Firmen, in 381 der 3.424 Orte dieser Seite meldet mindestens eine davon Tarife. Welche es sind, steht auf der jeweiligen Ortsseite.